Schweizer Paare planen ihre Hochzeit im Median mit CHF 25'000. Die mittlere Hälfte liegt zwischen CHF 15'000 und 35'000. Das zeigt unsere Auswertung von 318 Budgets, die Paare bis September 2026 in Wedplan erfasst haben. Die Beträge, die in den meisten Ratgebern stehen (CHF 40'000 bis 50'000 für rund 80 Gäste), sind damit nicht falsch, aber für die meisten Paare nicht typisch: Nur knapp jedes fünfte Paar plant mit CHF 40'000 oder mehr. Hier seht ihr, wie sich die Budgets verteilen, was sie nach oben treibt und wie ihr euer eigenes realistisch ansetzt.
Die meisten Paare setzen ihr Budget zwischen CHF 15'000 und 30'000 an, die häufigste Einzelangabe ist CHF 30'000. Oberhalb von CHF 50'000 wird es dünn: Rund jedes zehnte Paar plant in diesem Bereich. Diese wenigen grossen Budgets ziehen den rechnerischen Mittelwert auf rund CHF 29'500 hoch, während die typische Hochzeit darunter liegt. Deshalb verwenden wir den Median, also den Wert, bei dem die eine Hälfte der Paare darunter und die andere darüber liegt.
Auffällig ist, wie rund die Zahlen sind: Drei von vier Paaren geben ein Budget an, das ein Vielfaches von CHF 5'000 ist. Am Anfang der Planung ist das Budget also kein Ergebnis einer Kalkulation, sondern ein Rahmen, den sich ein Paar setzt. Das ist vernünftig, solange dieser Rahmen danach gegen echte Offerten geprüft wird. Dafür gibt es weiter unten einen Rechner.
Eine amtliche Statistik zu Hochzeitskosten gibt es in der Schweiz nicht. Das Bundesamt für Statistik zählt die Hochzeiten (2025 waren es provisorisch 35'700), aber nicht, was sie kosten. Alle Zahlen, die online kursieren, sind Schätzungen von Redaktionen, Banken oder Hochzeitsplanern, meist als Musterrechnung für eine bestimmte Gästezahl. Eine veröffentlichte Schweizer Erhebung mit offengelegter Stichprobe haben wir bei unserer Recherche nicht gefunden.
| Quelle | Angabe | Grundlage |
|---|---|---|
| Wedplan, 2026 | Median CHF 25'000, mittlere Hälfte 15'000 – 35'000 | 318 geplante Budgets, Median |
| MySwitzerland (Schweiz Tourismus) | CHF 40'000 – 50'000 für rund 80 Gäste, ohne Kleidung und Ringe | Musterrechnung einer Hochzeitsplanerin |
| hochzeitsuche.ch | rund CHF 37'000 für 70 Gäste, Spanne 25'000 – 45'000 | Richtwerte der Redaktion |
| Migros Bank Ratgeber | CHF 20'000 – 50'000 für 60 bis 80 Gäste | Eigene Musterrechnung |
| Blick, 2025 | CHF 30'000 – 50'000 | Aussage einer Hochzeitsplanerin |
| Bridebook, Deutschland 2026 | Mittelwert EUR 17'006, mittlere Hälfte EUR 10'000 – 22'000 | über 2'000 Paare, Selbstangaben |
| Hochzeitslocation.de, Deutschland 2025 | Median EUR 14'800 | 150 geplante Budgets aus einem Planungsassistenten |
Drei Gründe erklären, warum unser Wert am unteren Rand der üblichen Spannen liegt. Erstens ist er ein Median und kein Durchschnitt; Hochzeitsausgaben sind stark schief verteilt, einzelne sehr teure Feste ziehen jeden Durchschnitt nach oben. Zweitens beschreiben die Musterrechnungen eine bestimmte Hochzeit mit 70 bis 80 Gästen, Menü und Band, während viele Paare kleiner feiern oder Pakete buchen. Drittens sind unsere Zahlen geplante Budgets, keine Schlussabrechnungen. Wie gross diese Lücke sein kann, zeigt eine britische Erhebung: 56 Prozent der Paare haben ihr Budget überschritten (Hitched National Wedding Survey 2026, 2'020 Paare). Wer mit CHF 25'000 plant, sollte also nicht mit CHF 25'000 rechnen, sondern eine Reserve einbauen.
Unser früherer Ratgeber nannte ebenfalls einen Durchschnitt von CHF 38'000 bis 42'000. Für eine klassische Hochzeit mit 80 Gästen halten wir diese Grössenordnung weiterhin für realistisch, der Rechner unten kommt auf denselben Bereich. Als Antwort auf die Frage, was Schweizer Paare für ihre Hochzeit einplanen, ist sie aber zu hoch.
Der deutlichste Unterschied in den Daten ist der Termin. Paare, die zwischen Mai und September heiraten, planen im Median mit CHF 28'000, Paare zwischen Oktober und April mit CHF 20'000, also rund 30 Prozent weniger. Ein Teil davon ist Absicht, denn wer bewusst kleiner feiern will, wählt eher die Nebensaison. Ein anderer Teil sind die Preise selbst: Locations und Caterer sind ausserhalb der Saison gut verfügbar und eher bereit, Pauschalen anzubieten.
Beim Wochentag ist der Unterschied kleiner, als man erwarten würde. 49 Prozent der Paare heiraten an einem Samstag, bereits 31 Prozent an einem Freitag. Freitagspaare planen im Median mit CHF 26'100, Samstagspaare mit CHF 28'000. Der Freitag lohnt sich vor allem, weil gefragte Locations und Fotografen dann noch frei sind und manche Anbieter 10 bis 20 Prozent nachlassen, weniger wegen eines grundsätzlich kleineren Fests.
Zürich gilt als teuerstes Pflaster, in den Budgets zeigt sich das kaum. Paare, die im Kanton Zürich heiraten wollen, planen im Median mit CHF 25'000, genau wie in Bern. In St. Gallen und Luzern liegen die Werte etwas tiefer. Klar höher liegen Paare, die im Ausland heiraten wollen, mit CHF 30'000. Die Gruppen sind klein, deshalb zeigen wir neben dem Median die Spannweite der mittleren Hälfte. Wo sich die Flächen stark überlappen, ist ein Unterschied nicht belastbar.
Rund jedes fünfte Paar in unseren Daten will im Ausland heiraten. Was dabei rechtlich zu beachten ist, damit die Ehe in der Schweiz gilt, steht im Ratgeber Heiraten im Ausland als Schweizer Paar.
Die Gästezahl ist der stärkste Kostentreiber, und hier zeigt sich ein Muster, das bei der Planung Ärger verursachen kann. Grössere Hochzeiten haben zwar ein höheres Gesamtbudget, aber es wächst deutlich langsamer als die Gästeliste. Bei 30 bis 59 Gästen planen Paare im Median mit rund CHF 470 pro Gast, ab 120 Gästen nur noch mit rund CHF 220.
Die gestrichelte Linie zeigt, was Essen und Getränke allein pro Person kosten. Bei Hochzeiten ab 120 Gästen deckt das geplante Budget im Median gerade diesen Betrag, für Location, Fotograf, Musik, Kleidung und Ringe bleibt rechnerisch nichts übrig. Das heisst nicht, dass grosse Hochzeiten nicht machbar sind. Viele laden alle zum Apéro und einen kleineren Kreis zum Abendessen ein, setzen auf ein Buffet oder feiern im Familienbetrieb. Aber wer 120 Gäste einlädt und mit CHF 25'000 rechnet, sollte das früh gegen eine echte Offerte prüfen.
Faustregel für den Start: Rechnet für ein klassisches Fest mit rund CHF 250 pro Gast für alles, was mit der Gästezahl wächst (Essen, Getränke, Papeterie, Torte), und mit CHF 15'000 bis 20'000 für alles, was fix ist (Location, Fotograf, Musik, Kleidung, Ringe, Trauung). Dazu 10 Prozent Reserve.
Der Rechner verwendet die Richtwerte aus unserem Ratgeber zu den Kosten der Hochzeits-Dienstleister und legt euer Ergebnis neben die 318 ausgewerteten Budgets. Er ersetzt keine Offerte, zeigt aber, ob euer Rahmen zu euren Plänen passt.
Lieber in Excel weiterrechnen? Die Vorlage enthält dieselben Posten mit Schweizer Richtwerten, Spalten für Offerte, Vertrag und bezahlte Beträge und rechnet Differenz und Reserve automatisch.
Excel-Vorlage Hochzeitsbudget herunterladen
Die Tabelle zeigt die Werte, mit denen der Rechner für eine klassische Hochzeit arbeitet. Was den Preis treibt und wie früh ihr buchen müsst, steht im Ratgeber zu den Dienstleister-Kosten.
| Posten | Übliche Spanne | Richtwert klassisch |
|---|---|---|
| Catering pro Person | CHF 80 – 300 | CHF 130 |
| Getränke pro Person | CHF 35 – 90 | CHF 50 |
| Location, Miete | CHF 2'500 – 15'000 | CHF 6'000 |
| Fotografie | CHF 2'000 – 5'000 | CHF 3'000 |
| Musik, DJ oder Band | CHF 1'000 – 8'000 | CHF 1'800 |
| Blumen und Dekoration | CHF 1'000 – 4'000 | CHF 1'000 plus CHF 80 pro Tisch |
| Kleidung und Styling | CHF 2'000 – 8'000 | CHF 3'500 |
| Eheringe | CHF 1'000 – 5'000 | CHF 2'000 |
| Ziviltrauung, Gebühren | CHF 300 – 600 | CHF 400 |
| Freie Trauung, Redner | CHF 1'500 – 2'500 | CHF 2'000 |
| Papeterie und Torte pro Person | CHF 12 – 30 | CHF 19 |
| Transport | CHF 0 – 1'500 | CHF 500 |
| Klassisch, 80 Gäste, mit Reserve | rund CHF 38'400 |
1. Rahmen setzen, bevor ihr Offerten einholt. Legt einen Betrag fest, den ihr ohne Bauchschmerzen ausgeben könnt, und klärt früh, ob und wie viel Familie beisteuert. Ein Beitrag, den ihr nur vermutet, gehört nicht ins Budget. Ein runder Betrag ist an dieser Stelle völlig in Ordnung, so starten drei von vier Paaren.
2. Gästezahl festlegen, dann erst die Location. Jeder Gast kostet in der Schweiz für Essen und Getränke allein rund CHF 200 bis 240. Wer zuerst die Location bucht und dann merkt, dass die Gästeliste nicht dazu passt, zahlt doppelt. Wie ihr die Liste sauber aufbaut, steht im Ratgeber zur Gästeliste.
3. Prioritäten in Prozent übersetzen. Eine bewährte Verteilung für ein klassisches Fest: 45 bis 50 Prozent für Location, Essen und Getränke, 10 bis 15 Prozent für Foto und Video, rund 10 Prozent für Kleidung und Styling, 5 bis 8 Prozent für Musik und gleich viel für Blumen und Deko. Was euch wichtig ist, bekommt mehr, aber bewusst auf Kosten eines anderen Postens.
4. Jede Zahl gegen eine Offerte tauschen. Ein Budget wird erst belastbar, wenn die Richtwerte nach und nach durch echte Offerten und Verträge ersetzt werden. Haltet pro Posten fest, was geplant, offeriert, fix und bezahlt ist. So seht ihr jederzeit, wie viel von der Reserve noch übrig ist.
Trinkgelder (5 bis 10 Prozent bei Service und Dienstleistern), das Essen für Fotograf, DJ und Redner (CHF 30 bis 50 pro Person), Korkengeld bei eigenen Getränken, Verlängerungsstunden nach Mitternacht, ein Wetterplan für die Trauung im Freien und die Übernachtung des Brautpaars. Zusammen sind das schnell CHF 2'000 bis 4'000, also genau die Reserve, die viele nicht eingeplant haben.
Am wirksamsten ist die Gästezahl, weil sie gleichzeitig Essen, Getränke, Papeterie, Torte und Tischdeko senkt. Zwanzig Gäste weniger bedeuten bei einem klassischen Fest rund CHF 5'000 weniger. Danach folgt der Termin: Nebensaison oder Freitag bringt bei Location und Catering die grössten Nachlässe. Ein Buffet statt eines servierten Menüs spart Servicepersonal, und eine Location mit Gesamtpaket ist oft günstiger als Miete und Catering getrennt, wenn ihr genau vergleicht, was enthalten ist.
Wovon wir abraten: am Fotografen und an der Tontechnik zu sparen. Die Bilder sind das Einzige, was nach dem Tag bleibt, und eine Rede, die die Hälfte der Gäste nicht versteht, ist für alle verloren.
Datenbasis. Geplante Gesamtbudgets, die Paare in Wedplan erfasst haben, Stand 15.09.2026. Berücksichtigt sind 318 Paare mit einem Budget von mindestens CHF 1'000. Interne Test- und Teamkonten sind ausgeschlossen. Die Hochzeitstermine liegen überwiegend in den Jahren 2026 und 2027.
Anonymisierung. Veröffentlicht werden nur Kennzahlen über Gruppen von mindestens zehn Paaren. Wir zeigen keine Einzelwerte, keine Minimal- oder Maximalbeträge und keine Angaben, die auf ein bestimmtes Paar schliessen lassen. Für die interaktive Einordnung sind nur die 5-Prozent-Perzentile in der Seite hinterlegt.
Was die Zahlen nicht sind. Es sind geplante Budgets, nicht die am Ende ausgegebenen Beträge. Die Paare nutzen eine Planungs-App, die Stichprobe ist damit nicht repräsentativ für alle Schweizer Hochzeiten; budgetbewusste Paare dürften eher übervertreten sein. Die Gästezahl entspricht der Anzahl erfasster Gäste, Listen können zum Stichtag unvollständig sein, weshalb wir für die Auswertung pro Gast nur Listen ab 30 Personen verwenden. Die Region stammt aus dem Planungsfragebogen und beschreibt, wo ein Paar heiraten möchte.
In der Auswertung von 318 Budgets Schweizer Paare (Wedplan, Stand September 2026) liegt der Median bei CHF 25'000. Die mittlere Hälfte plant mit CHF 15'000 bis 35'000, der rechnerische Mittelwert liegt wegen einiger sehr grosser Budgets bei rund CHF 29'500. Mit CHF 40'000 oder mehr plant knapp jedes fünfte Paar. Eine amtliche Statistik zu Hochzeitskosten gibt es in der Schweiz nicht.
Paare mit einer Gästeliste von mindestens 30 Personen planen im Median mit rund CHF 400 pro Gast. Der Wert sinkt mit der Grösse: bei 30 bis 59 Gästen rund CHF 470, ab 120 Gästen rund CHF 220. Allein Essen und Getränke kosten in der Schweiz meist CHF 200 bis 240 pro Person.
Paare, die zwischen Oktober und April heiraten, planen im Median mit CHF 20'000, Paare zwischen Mai und September mit CHF 28'000. Ein Teil der Differenz ist Absicht, denn wer kleiner feiern will, wählt eher die Nebensaison. Locations und Caterer sind ausserhalb der Saison zudem oft deutlich günstiger und eher zu Pauschalen bereit.
Mit Schweizer Richtwerten landet eine klassische Hochzeit mit 80 Gästen inklusive 10 Prozent Reserve bei rund CHF 38'000 bis 39'000. Eine schlichte Variante mit Buffet und DJ ist mit rund CHF 23'000 machbar, eine gehobene mit Band und mehrgängigem Menü liegt bei knapp CHF 70'000. Den grössten Einfluss haben Catering, Getränke und Location.
Rund 10 Prozent des Gesamtbudgets. Typische Nachträge sind Trinkgelder, Dienstleisteressen, Korkengeld, Verlängerungsstunden und Wetterlösungen wie ein Zelt. In Grossbritannien haben 56 Prozent der 2025 verheirateten Paare ihr Budget überschritten (Hitched National Wedding Survey 2026).
Eine feste Regel gibt es nicht mehr. Die meisten Paare finanzieren den Grossteil selbst, Beiträge der Eltern sind verbreitet, aber freiwillig. Sinnvoll ist, Beiträge früh und als konkrete Beträge zu klären, damit sie ins Budget eingerechnet werden können.
In Wedplan startet euer Budget mit Schweizer Richtwerten. Pro Posten haltet ihr fest, was geplant, offeriert, fix und bezahlt ist, und Dienstleister-Kosten fliessen automatisch ins Budget.
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