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Hochzeitswebsite erstellen: Inhalte, Tipps und Beispiele 2026

April 2026 · 10 Min. Lesezeit

Eine Hochzeitswebsite ist die zentrale Informationsquelle für eure Gäste — und ersetzt Dutzende WhatsApp-Nachrichten, E-Mails und Rückfragen. Auf einer gut aufgebauten Seite finden eure Gäste alles Wichtige an einem Ort: Datum, Location, Anfahrt, RSVP, Dresscode und Wunschliste. In diesem Guide erfahrt ihr, was auf eine Hochzeitswebsite gehört, wie ihr RSVP und Geschenke online organisiert und welche Design-Trends 2026 in der Schweiz aktuell sind.

Was gehört auf eine Hochzeitswebsite?

Eine Hochzeitswebsite muss nicht kompliziert sein — aber vollständig. Die häufigsten Rückfragen von Gästen drehen sich um Anfahrt, Zeitplan, Dresscode und Geschenke. Wenn eure Website diese Punkte klar beantwortet, spart ihr euch und euren Gästen viel Hin und Her.

Die wichtigsten Inhalte auf einen Blick:

Inhalt Warum wichtig Priorität
Eure Namen und das Datum Identifikation und Termin auf einen Blick Pflicht
Location mit Adresse und Karte Gäste müssen den Ort finden — auch ohne Google Pflicht
Zeitplan / Ablauf Wann beginnt die Trauung? Wann ist der Apéro? Wann das Essen? Pflicht
RSVP-Formular Digitale Zu-/Absagen statt Telefonmarathon Pflicht
Dresscode Vermeidet Unsicherheiten bei den Gästen Empfohlen
Anfahrt und Parkplätze Besonders bei ländlichen Locations entscheidend Empfohlen
Übernachtungstipps Hotels in der Nähe, Shuttle-Infos, ÖV-Verbindungen Empfohlen
Wunschliste / Geschenke Klare Orientierung, keine doppelten Geschenke Optional
Eure Geschichte Persönliche Note — wie habt ihr euch kennengelernt? Optional
Fotogalerie Verlobungsfotos oder gemeinsame Bilder schaffen Vorfreude Optional
Tipp: Weniger ist oft mehr. Konzentriert euch auf die Pflicht-Inhalte und ergänzt optionale Elemente nur, wenn sie einen echten Mehrwert für eure Gäste bieten. Eine überladene Seite verwirrt mehr, als sie hilft.

Die besten Inhalte für eure Hochzeitswebsite

Zeitplan und Ablauf

Der Ablauf ist der meistbesuchte Abschnitt einer Hochzeitswebsite. Gäste wollen wissen, wann sie wo sein müssen. Gebt die wichtigsten Zeiten an: Beginn der Trauung, Apéro, Abendessen, Tortenschnitt und Party. Wenn die Zeremonie und das Fest an verschiedenen Orten stattfinden, macht das deutlich — inklusive Fahrtzeit dazwischen.

Anfahrt und Logistik

Gerade bei Hochzeiten an abgelegenen Schweizer Locations — Berggasthäuser, Schlösser, Seehotels — ist eine klare Anfahrtsbeschreibung entscheidend. Erwähnt Parkplätze, ÖV-Anbindung und ob ein Shuttle-Service geplant ist. Für Gäste aus dem Ausland: Hinweise zu Vignette (Autobahn), SBB-App und lokalen Besonderheiten.

Dresscode

Ein klarer Dresscode nimmt Gästen die Unsicherheit. In der Schweiz sind die gängigsten Dresscodes für Hochzeiten: «Festlich elegant» (Anzug/Abendkleid), «Smart Casual» (Hemd/schickes Kleid) oder themenspezifisch (z. B. «Sommerlich weiss» für eine Gartenhochzeit). Formuliert den Dresscode freundlich und konkret — «Wir freuen uns über festliche Kleidung in hellen Farben» ist hilfreicher als nur «Smart Casual».

Eure Geschichte

Eine kurze «Über uns»-Sektion macht die Website persönlich. Schreibt 3–5 Sätze darüber, wie ihr euch kennengelernt habt, wann der Antrag war und was euch als Paar ausmacht. Das ist besonders schön für Gäste, die nur einen von euch kennen — etwa Arbeitskollegen oder entfernte Verwandte.

Design und Stil — passend zu eurer Hochzeit

Das Design eurer Hochzeitswebsite sollte zum Gesamtauftritt eurer Hochzeit passen — von der Einladung über die Tischdeko bis zum Stil der Location. Die gängigsten Designrichtungen für Hochzeitswebsites 2026:

Gut zu wissen: Ihr braucht kein Designstudium. Die meisten Hochzeitswebsite-Tools bieten fertige Templates, die ihr mit euren Farben, Fotos und Texten anpassen könnt. Wählt ein Template, das eurem Stil entspricht, und passt die Details an — statt bei null anzufangen.

RSVP und Gäste-Management online

Ein Online-RSVP-Formular ist der grösste praktische Vorteil einer Hochzeitswebsite. Statt Antwortpostkarten einzusammeln und manuell abzutippen, können eure Gäste direkt auf der Website zu- oder absagen. Die Antworten landen automatisch in einer Liste, die ihr exportieren und für die Sitzordnung und das Catering verwenden könnt.

Ein gutes RSVP-Formular enthält:

Setzt eine klare RSVP-Frist — idealerweise 6 bis 8 Wochen vor der Hochzeit. Erwähnt die Frist sowohl auf der Website als auch in der gedruckten Einladung. Erfahrungsgemäss braucht es trotzdem Nachfassen bei 10–20 % der Gäste.

Praxis-Tipp: Verknüpft das RSVP mit eurer Gästeliste. Bei wedplan landen die Online-Zusagen direkt in der Gästeliste und Sitzordnung — kein manuelles Übertragen nötig.

Wunschliste und Geschenke über die Hochzeitswebsite

In der Schweiz ist das Thema Hochzeitsgeschenke oft heikel — viele Paare wünschen sich Geld, trauen sich aber nicht, es direkt zu sagen. Eine Wunschliste auf der Hochzeitswebsite löst dieses Problem elegant: Ihr könnt konkrete Wünsche auflisten, ohne dass es sich nach einer Forderung anfühlt.

Mögliche Ansätze für die Wunschliste:

Formuliert die Einleitung zur Wunschliste warmherzig: «Eure Anwesenheit ist uns das grösste Geschenk. Falls ihr uns dennoch etwas mitgeben möchtet, haben wir hier ein paar Ideen zusammengestellt.» So fühlt sich niemand unter Druck gesetzt.

Passwortschutz und Privatsphäre

Nicht jedes Paar möchte, dass die Hochzeitswebsite öffentlich zugänglich ist — und das ist völlig berechtigt. Ein Passwortschutz stellt sicher, dass nur eingeladene Gäste die Details sehen können.

Die gängigsten Varianten:

Bedenkt auch: Alles, was öffentlich zugänglich ist, kann von Suchmaschinen indexiert werden. Wenn ihr eure Adresse, Telefonnummer oder persönliche Details auf der Website teilt, schützt die Seite mindestens mit einem einfachen Passwort.

Wann aufschalten und wie teilen?

Der ideale Zeitpunkt zum Aufschalten der Hochzeitswebsite ist 3 bis 4 Monate vor der Hochzeit — zusammen mit den Einladungen. So können Gäste direkt nach Erhalt der Einladung online zusagen und alle Details nachschlagen.

So teilt ihr die Website:

  1. In der Einladung: Druckt den Link (und ggf. das Passwort) auf die Karte. Ein QR-Code ist praktisch für den schnellen Zugang.
  2. Per WhatsApp oder E-Mail: Schickt den Link nochmals digital — viele Gäste tippen ungern lange URLs ab.
  3. Save-the-Date: Wenn ihr die Website früh fertig habt, könnt ihr den Link bereits auf der Save-the-Date-Karte erwähnen.
Hinweis: Prüft die Website vor dem Versand auf verschiedenen Geräten — Desktop, Tablet und Smartphone. Was auf dem Laptop gut aussieht, kann auf dem Handy schwer lesbar sein. Die meisten Gäste werden die Seite auf dem Smartphone aufrufen.

Hochzeitswebsite-Tools im Vergleich

Es gibt verschiedene Wege, eine Hochzeitswebsite zu erstellen. Hier ein Überblick über die gängigsten Optionen in der Schweiz:

Option Vorteile Nachteile
Integrierter Hochzeitsplaner (z. B. wedplan) Website + Gästeliste + RSVP + Sitzordnung in einem Tool, kein Wechsel zwischen Apps Weniger Design-Freiheit als ein komplett selbst gebautes Design
Eigenständige Website-Builder (Squarespace, Wix) Maximale Gestaltungsfreiheit, viele Templates Keine Integration mit Gästeliste/Budget, separates Abo (CHF 10–20/Mt.), oft auf Englisch
Spezialisierte Hochzeits-Plattformen Hochzeitsspezifische Features und Templates Oft nicht auf die Schweiz zugeschnitten, keine CHF-Unterstützung
Selbst programmiert (WordPress, HTML) Volle Kontrolle über Design und Funktionalität Erfordert technisches Wissen, hoher Zeitaufwand, Wartung nötig

Für die meisten Schweizer Paare ist eine integrierte Lösung der pragmatischste Weg: Die Hochzeitswebsite ist Teil des Gesamtpakets und die Daten (Gästeliste, RSVPs, Sitzordnung) fliessen automatisch zusammen, ohne dass ihr zwischen verschiedenen Tools hin und her kopieren müsst.

Häufige Fragen zu Hochzeitswebsites

Was kostet eine Hochzeitswebsite?

Eine Hochzeitswebsite kann kostenlos oder kostenpflichtig sein. Eigenständige Tools kosten zwischen CHF 50 und CHF 200. Bei wedplan ist die Hochzeitswebsite mit RSVP und Wunschliste im Hochzeitsplaner inbegriffen — ohne Zusatzkosten.

Wann sollte man die Hochzeitswebsite aufschalten?

Idealerweise 3 bis 4 Monate vor der Hochzeit — gleichzeitig mit den Einladungen. So können Gäste direkt online zusagen. Viele Paare schalten die Seite zunächst mit Passwortschutz auf und teilen den Link nur mit eingeladenen Gästen.

Brauche ich eine eigene Domain für die Hochzeitswebsite?

Nein. Die meisten Tools stellen eine Subdomain oder einen individuellen Link bereit (z. B. wedplan.ch/anna-und-marco). Eine eigene Domain ist optional und nur sinnvoll, wenn ihr die Adresse auf Einladungen drucken möchtet.

Können Gäste ohne Account auf die Hochzeitswebsite zugreifen?

Ja. Hochzeitswebsites sind für Gäste ohne Login zugänglich — entweder öffentlich oder mit einem einfachen Passwort geschützt. Gäste brauchen keinen Account, um die Seite zu sehen, per RSVP zuzusagen oder die Wunschliste einzusehen.

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