Eine Hochzeitswebsite ist die zentrale Informationsquelle für eure Gäste — und ersetzt Dutzende WhatsApp-Nachrichten, E-Mails und Rückfragen. Auf einer gut aufgebauten Seite finden eure Gäste alles Wichtige an einem Ort: Datum, Location, Anfahrt, RSVP, Dresscode und Wunschliste. In diesem Guide erfahrt ihr, was auf eine Hochzeitswebsite gehört, wie ihr RSVP und Geschenke online organisiert und welche Design-Trends 2026 in der Schweiz aktuell sind.
Eine Hochzeitswebsite muss nicht kompliziert sein — aber vollständig. Die häufigsten Rückfragen von Gästen drehen sich um Anfahrt, Zeitplan, Dresscode und Geschenke. Wenn eure Website diese Punkte klar beantwortet, spart ihr euch und euren Gästen viel Hin und Her.
Die wichtigsten Inhalte auf einen Blick:
| Inhalt | Warum wichtig | Priorität |
|---|---|---|
| Eure Namen und das Datum | Identifikation und Termin auf einen Blick | Pflicht |
| Location mit Adresse und Karte | Gäste müssen den Ort finden — auch ohne Google | Pflicht |
| Zeitplan / Ablauf | Wann beginnt die Trauung? Wann ist der Apéro? Wann das Essen? | Pflicht |
| RSVP-Formular | Digitale Zu-/Absagen statt Telefonmarathon | Pflicht |
| Dresscode | Vermeidet Unsicherheiten bei den Gästen | Empfohlen |
| Anfahrt und Parkplätze | Besonders bei ländlichen Locations entscheidend | Empfohlen |
| Übernachtungstipps | Hotels in der Nähe, Shuttle-Infos, ÖV-Verbindungen | Empfohlen |
| Wunschliste / Geschenke | Klare Orientierung, keine doppelten Geschenke | Optional |
| Eure Geschichte | Persönliche Note — wie habt ihr euch kennengelernt? | Optional |
| Fotogalerie | Verlobungsfotos oder gemeinsame Bilder schaffen Vorfreude | Optional |
Der Ablauf ist der meistbesuchte Abschnitt einer Hochzeitswebsite. Gäste wollen wissen, wann sie wo sein müssen. Gebt die wichtigsten Zeiten an: Beginn der Trauung, Apéro, Abendessen, Tortenschnitt und Party. Wenn die Zeremonie und das Fest an verschiedenen Orten stattfinden, macht das deutlich — inklusive Fahrtzeit dazwischen.
Gerade bei Hochzeiten an abgelegenen Schweizer Locations — Berggasthäuser, Schlösser, Seehotels — ist eine klare Anfahrtsbeschreibung entscheidend. Erwähnt Parkplätze, ÖV-Anbindung und ob ein Shuttle-Service geplant ist. Für Gäste aus dem Ausland: Hinweise zu Vignette (Autobahn), SBB-App und lokalen Besonderheiten.
Ein klarer Dresscode nimmt Gästen die Unsicherheit. In der Schweiz sind die gängigsten Dresscodes für Hochzeiten: «Festlich elegant» (Anzug/Abendkleid), «Smart Casual» (Hemd/schickes Kleid) oder themenspezifisch (z. B. «Sommerlich weiss» für eine Gartenhochzeit). Formuliert den Dresscode freundlich und konkret — «Wir freuen uns über festliche Kleidung in hellen Farben» ist hilfreicher als nur «Smart Casual».
Eine kurze «Über uns»-Sektion macht die Website persönlich. Schreibt 3–5 Sätze darüber, wie ihr euch kennengelernt habt, wann der Antrag war und was euch als Paar ausmacht. Das ist besonders schön für Gäste, die nur einen von euch kennen — etwa Arbeitskollegen oder entfernte Verwandte.
Das Design eurer Hochzeitswebsite sollte zum Gesamtauftritt eurer Hochzeit passen — von der Einladung über die Tischdeko bis zum Stil der Location. Die gängigsten Designrichtungen für Hochzeitswebsites 2026:
Ein Online-RSVP-Formular ist der grösste praktische Vorteil einer Hochzeitswebsite. Statt Antwortpostkarten einzusammeln und manuell abzutippen, können eure Gäste direkt auf der Website zu- oder absagen. Die Antworten landen automatisch in einer Liste, die ihr exportieren und für die Sitzordnung und das Catering verwenden könnt.
Ein gutes RSVP-Formular enthält:
Setzt eine klare RSVP-Frist — idealerweise 6 bis 8 Wochen vor der Hochzeit. Erwähnt die Frist sowohl auf der Website als auch in der gedruckten Einladung. Erfahrungsgemäss braucht es trotzdem Nachfassen bei 10–20 % der Gäste.
In der Schweiz ist das Thema Hochzeitsgeschenke oft heikel — viele Paare wünschen sich Geld, trauen sich aber nicht, es direkt zu sagen. Eine Wunschliste auf der Hochzeitswebsite löst dieses Problem elegant: Ihr könnt konkrete Wünsche auflisten, ohne dass es sich nach einer Forderung anfühlt.
Mögliche Ansätze für die Wunschliste:
Formuliert die Einleitung zur Wunschliste warmherzig: «Eure Anwesenheit ist uns das grösste Geschenk. Falls ihr uns dennoch etwas mitgeben möchtet, haben wir hier ein paar Ideen zusammengestellt.» So fühlt sich niemand unter Druck gesetzt.
Nicht jedes Paar möchte, dass die Hochzeitswebsite öffentlich zugänglich ist — und das ist völlig berechtigt. Ein Passwortschutz stellt sicher, dass nur eingeladene Gäste die Details sehen können.
Die gängigsten Varianten:
Bedenkt auch: Alles, was öffentlich zugänglich ist, kann von Suchmaschinen indexiert werden. Wenn ihr eure Adresse, Telefonnummer oder persönliche Details auf der Website teilt, schützt die Seite mindestens mit einem einfachen Passwort.
Der ideale Zeitpunkt zum Aufschalten der Hochzeitswebsite ist 3 bis 4 Monate vor der Hochzeit — zusammen mit den Einladungen. So können Gäste direkt nach Erhalt der Einladung online zusagen und alle Details nachschlagen.
So teilt ihr die Website:
Es gibt verschiedene Wege, eine Hochzeitswebsite zu erstellen. Hier ein Überblick über die gängigsten Optionen in der Schweiz:
| Option | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Integrierter Hochzeitsplaner (z. B. wedplan) | Website + Gästeliste + RSVP + Sitzordnung in einem Tool, kein Wechsel zwischen Apps | Weniger Design-Freiheit als ein komplett selbst gebautes Design |
| Eigenständige Website-Builder (Squarespace, Wix) | Maximale Gestaltungsfreiheit, viele Templates | Keine Integration mit Gästeliste/Budget, separates Abo (CHF 10–20/Mt.), oft auf Englisch |
| Spezialisierte Hochzeits-Plattformen | Hochzeitsspezifische Features und Templates | Oft nicht auf die Schweiz zugeschnitten, keine CHF-Unterstützung |
| Selbst programmiert (WordPress, HTML) | Volle Kontrolle über Design und Funktionalität | Erfordert technisches Wissen, hoher Zeitaufwand, Wartung nötig |
Für die meisten Schweizer Paare ist eine integrierte Lösung der pragmatischste Weg: Die Hochzeitswebsite ist Teil des Gesamtpakets und die Daten (Gästeliste, RSVPs, Sitzordnung) fliessen automatisch zusammen, ohne dass ihr zwischen verschiedenen Tools hin und her kopieren müsst.
Eine Hochzeitswebsite kann kostenlos oder kostenpflichtig sein. Eigenständige Tools kosten zwischen CHF 50 und CHF 200. Bei wedplan ist die Hochzeitswebsite mit RSVP und Wunschliste im Hochzeitsplaner inbegriffen — ohne Zusatzkosten.
Idealerweise 3 bis 4 Monate vor der Hochzeit — gleichzeitig mit den Einladungen. So können Gäste direkt online zusagen. Viele Paare schalten die Seite zunächst mit Passwortschutz auf und teilen den Link nur mit eingeladenen Gästen.
Nein. Die meisten Tools stellen eine Subdomain oder einen individuellen Link bereit (z. B. wedplan.ch/anna-und-marco). Eine eigene Domain ist optional und nur sinnvoll, wenn ihr die Adresse auf Einladungen drucken möchtet.
Ja. Hochzeitswebsites sind für Gäste ohne Login zugänglich — entweder öffentlich oder mit einem einfachen Passwort geschützt. Gäste brauchen keinen Account, um die Seite zu sehen, per RSVP zuzusagen oder die Wunschliste einzusehen.
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